Heiserkeit

Ein Problem, welches wohl jeder kennt.

Ob nach einem langen Vortrag, einem Rockkonzert oder bei einer Erkältung – nahezu jeder muss sich einmal mit Heiserkeit herumplagen.

Heiserkeit ist eine Stimmstörung, bei welcher der Klang der Stimme rau oder belegt und die Lautstärke verringert ist. 

Sie entsteht, wenn die Schleimhaut auf den Stimmlippen anschwillt. Die Stimmbänder können dann nicht mehr frei schwingen und auch Öffnen und Schließen der Stimmritze sind eingeschränkt. Das Sprechen wird mühsam. 

Es entstehen kratzende, hauchige oder piepsige Laute oder die Stimme bleibt ganz weg.

 Für eine heisere Stimme kommen zahlreiche innere und äußere Auslöser in Frage. 

Eine der häufigsten Ursachen ist eine Über- oder Fehlbelastung der Stimme, häufig zu finden bei Sängern und Menschen in Vielsprecher-Berufen. 

Durch zu vieles oder zu lange zu lautes Sprechen wird die Stimme überstrapaziert. Die Stimmbänder schlagen häufig kräftig aneinander, wodurch sie schneller anschwellen. 

Daher ist es für Menschen, die ihre Stimme regelmäßig belasten, wichtig, dass sie auf die richtige Stimm- und Atemtechnik sowie auf ausreichend Erholung achten.

Auch bei Erkältungen ist man oft heiser. Vor allem im Herbst und Winter ist die Mund- und Rachenschleimhaut schnell gereizt. Der Hals beginnt zu schmerzen und nach und nach fällt auch das Sprechen schwer. 

Auch bei Infektionskrankheiten, wie z. B. einer Kehlkopfentzündung oder Bronchitis, kann Heiserkeit auftreten. Außerdem können gutartige Tumore, wie beispielsweise Stimmbandpolypen, aber auch Krebserkrankungen, wie Kehlkopfkrebs, Ursache für eine heisere Stimme sein. 

Sie kann aber auch bei Sodbrennen und während der Pubertät und Wechseljahre vorkommen oder einfach Ausdruck von psychischem Stress sein.

Desweiteren kann es bei Operationen im Halsbereich oder einer Intubation vorkommen, dass Bereiche des Kehlkopfes oder der ihn versorgende Hirn-Nerv verletzt werden und die Stimme dadurch heiser klingt.

Typisch ist Heiserkeit auch bei hohem Alkoholkonsum und Rauchern. Vor allem Raucherinnen über 30 haben eine chronisch gereizte Kehlkopfschleimhaut und dadurch eine tiefe, raue Stimme.

Weitere Ursachen für eine heisere Stimme sind z. B. Auto- und Industrieabgase und Metallstäube. Auch bestimmte Medikamente, wie Kortison-Sprays, können Heiserkeit als Nebenwirkung hervorrufen.

Zum Arzt sollte man aller spätestens dann gehen, wenn die Heiserkeit länger als zwei bis drei Wochen anhält oder wenn sie immer wiederkehrt. Fühlt man sich sehr krank, hat Schmerzen, Schluckbeschwerden, Atemnot oder hohes Fieber oder ist das Gesicht geschwollen, sollte man sofort zum Arzt gehen und die Ursache abklären lassen.

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