Stimme im Studium

Was machen Musikhochschulstudenten, um bei Stimme zu bleiben?

An den Unis hat das Wintersemester begonnen und für die Studenten heißt es wieder: Vorlesungen, Seminare und pauken, pauken, pauken…. Wie der Alltag eines Musikstudenten aussieht und welche Rolle dabei die Stimme spielt, erfahren Sie hier.

Stimme im Studium

Die Semesterferien sind vorbei und mit ihnen das süße Studentenleben in der vorlesungsfreien Zeit mit unzähligen Partys und anderen Freizeitaktivitäten. Wenn die Vorlesungen beginnen und die Prüfungen näher rücken, dann heißt es schon mal durchbeißen. Die Stimme spielt bei vielen Studiengängen, wenn es nicht gerade um das Vortragen von Referaten oder um mündliche Prüfungen geht, eine nicht so große Rolle. Bei den Musikstudenten ist das anders: hier werden neben dem inhaltlichen Teil auch Instrumente geübt und ein jeder hat mindestens einmal die Woche Gesangsunterricht.

„Ein grundlegendes Element im Gesangsunterricht ist die Schonung der Stimme und die richtige Gesangstechnik“, erzählt uns Michael Dahmen, Fachrichtung Jazz/Pop an der Musikhochschule Köln. Jede Gesangsstunde beginnt mit einem ausgiebigen Aufwärmen, damit die Stimmbänder schonend in Fahrt kommen. Dann geht es um die Art, wie man die Stimme einsetzt damit die Stimmbänder nicht leiden. Da nicht jeder seine Stimme auf die gleiche Weise einsetzt, gibt es für die Studenten sehr individuelle „Trainingspläne“.

Wenn eine Erkältung im Anflug ist, stellt man das Singen möglichst erst einmal ganz ein, damit der Stimmapparat nicht unnötig überlastet wird. „Im Studium ist das ja noch kein Problem. Die Gesangslehrer sind froh, wenn sie keinen erkälteten Studenten vor der Nase haben“, so Michael weiter. Die Dozenten an den Musikhochschulen sind häufig selbst auch Sängerinnen und Sänger und somit hätte eine Erkältung direkt auch berufliche und finanzielle Folgen, wenn beispielsweise Auftritte abgesagt werden müssen.

Hinzu kommt, dass Musiker meist selbstständig sind. Vor einem Auftritt wird abhängig vom Gesundheitszustand immer abgewogen, ob man ihn der Stimme zumuten kann oder ob man den Ausfall verantworten könnte, wenn man sich entscheidet, nicht auf die Bühne zu gehen und seine Stimme zu schonen. Das Problem kennen die Nachwuchs-Berufsmusiker und -Musiklehrer schon im Studium. „Ich selbst habe da schon zweimal den Fehler gemacht, dass ich mit Fieber auf die Bühne gegangen bin und auch gesungen habe. Das tut der Gesamtgesundheit nicht sonderlich gut“, weiß Michael, der mit seiner Karnevalsband „Kuhl un de Gäng“ regelmäßig viele Auftritte hat. Michael: „Es ist wirklich schwer, den richtigen Zeitpunkt zu erwischen, an dem man nicht mehr auf die Bühne geht, sondern einen Ersatzmusiker zum Auftritt schickt“.

Auch während des Semesters feiern die musikalischen Studenten gerne mal die ein oder andere Party. Sofern man dabei nicht den ganzen Abend herumgrölt und sich dann am nächsten Tag nach nur drei Stunden Schlaf und mit Restalkohol um 9:30 Uhr wieder in die Uni schleppt, sei das aber zu verkraften - auch da müsse man sich selber kennen und das Ganze im Rahmen halten, findet der studierte Bassist. „Man hat mit dem Studium auch so ganz gut zu tun, und wenn man dann noch nebenher arbeitet, wird die Feierzeit doch wirklich knapp“, lacht Michael und erzählt weiter: „Viele Kommilitonen und Musikerfreunde schwören auch auf Produkte aus der Apotheke, die die Stimmbänder mit einem schonenden Film überziehen. Das habe ich auch mal getestet, das funktioniert auch ganz gut.“

Fazit: Als Musikstudent sollte man also auf zwei Dinge achtgeben: die richtige Gesangstechnik und das Schonen der Stimme, wenn eine Erkältung oder Überbelastung im Anflug sind. Dann klappt’s auch mit der nächsten Prüfung!

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